One on One interview mit Peter Vesterbacka

Tunnel Project FINEST Bay

Es scheint, als gäbe es keine Grenzen für Peter Vesterbackas Ehrgeiz. Nachdem er sechs Jahre lang als Führungskraft tätig war und den Angry-Birds-Spieleentwickler Rovio zu einem globalen Star gemacht hat und mehrere erfolgreiche Start-up-Konferenzunternehmen unter sich hat, hat der finnische Unternehmer in den letzten Jahren ein hochgestecktes Ziel ins Auge gefasst: den Bau eines 100 km langen Eisenbahntunnels, der Helsinki in Finnland mit der estnischen Hauptstadt Tallinn verbindet. Das Tunnel Project FINEST Bay.

Die Grundlagen für das Projekt, dessen Kosten auf bis zu 20 Mrd. € geschätzt werden, scheinen solide. Nach den Ergebnissen der Helsinki-Tallinn-Tunnel-Taskforce der Städte reisten 2017 rund neun Millionen Passagiere mit der Fähre zwischen den Städten. Diese Zahl könnte sich bis 2050 auf 23 Millionen erhöhen, wenn der Tunnel gebaut wird, mit 12,5 Millionen jährlichen Fahrgästen im Tunnel und 10,5 Millionen Fährpassagieren.

Die Aussicht, wetterabhängige zweistündige Fährfahrten durch einen 20-minütigen Hochgeschwindigkeits-Bahntransfer zu ersetzen, ist sicherlich eine, die langfristig einen Mehrwert für die gesamte Region schafft.

„Dieser Tunnel wird Finnland und Estland extrem miteinander verbinden und wettbewerbsfähig machen“, sagte Vesterbacka.

Während eine Arbeitsgruppe der Regierung einen Zeitplan vorschlug, der eine Bauzeit von etwa 15 Jahren vorsieht und der Tunnel bis 2040 betriebsbereit sein soll, sagte Vesterbacka, dass er bis Ende 2024 betriebsbereit sein kann.

Peter teilt seine Ansichten und Erfahrungen mit dem CEO von GBP INTERNATIOAL Herrn Volker Friedrich in einem offenen Gespräch und Meinungsaustausch.

Eines der Highlights sind zwei künstliche Inseln, eine größere 15 km vor der Küste Finnlands und eine kleinere Entwicklung vor der Küste Estlands, die beide mit dem Aushub aus dem Tunnelprojekt gebaut werden.

Das Projekt der FinEst Bay Area hat zusätzliche Glaubwürdigkeit durch die Schleusen der privaten Finanzierung gewonnen, die es geöffnet hat. Die in Dubai ansässige Baufirma ARJ Holding investierte 100 Millionen Euro in das Projekt, und FinEst Bay Area unterzeichnete eine vorläufige Absichtserklärung mit der chinesischen Firma Touchstone Capital Partners, die 15 Milliarden Euro bereitstellen wird, was den Großteil der Projektkosten abdecken würde.

Die Investition passt zu Chinas Zielen im Rahmen der „Belt and Road“-Initiative, die das Land über verschiedene Transportrouten mit dem Nahen Osten, Europa und Afrika verbinden will. Der Einfluss chinesischer Investoren auf ein strategisches Asset in einem der zentralen Logistikknotenpunkte wird jedoch nicht nur von allen gern gesehen.

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